Über/Spannung, Roter Teppich für junge Kunst, Wien, 2011

Installation und Ausstellung, Bleistift, Acryl, Tapes.
>> artmagazine "Dynamische Raumvektoren"

       

       


Ausgangspunkt und Fokus dieser Installation ist eine gezeichnete Figur, die durch eine dynamische Geste den Raum an sich reißt. Die roten Bänder (Tapes), die sich muskelgleich aus ihren Armen entwickeln, greifen regelrecht in den Raum hinein und scheinen die Fensterwand einzureißen. Eine schwarze Linie, die quer über die Decke verläuft, deutet als architektonischer Bezug auf diese Verschiebung der Raumarchitektur. Die Figur greift nach dem Raum, besetzt, verschiebt und kippt ihn. Sie verbindet durch die roten Raumlinien die Architektur mit dem eigenen Körper und assimiliert so den Umgebungsraum. Die Rauminstallation legt sich als virtueller Raum über den Realraum. Es gibt Punkte, an denen sich realer und konstruierter Raum überschneiden, an anderen Stellen wiederum geht der konstruierte Raum über den Realraum hinaus oder verläuft trompel'œil-haft gegen reale Raumparameter. Gleichzeitig ist die Installation betretbar, die BetrachterInnen werden zu einem Teil der Arbeit und nehmen diese körperlich wahr.